02.07.2011 Rote Wand mit Mark
 
 
Mark wollte sich gern mal die Route Freedom anschauen und ich die SL wieder in Erinnerung bringen. Obwohl der Wetterbericht 2-5 Grad für Lech vorhergesagt hatte waren wir guter Dinge das es ohne Niederschlag und nur leichter Bewölkung einen angenehmen Klettertag an der Roten Wand geben dürfte. Leider war dies eine Fehleinschätzung. Auf höhe der Roten Wand hatte es sogar Neuschnee gegeben. Nachdem wir schon mal so früh aufgestanden und angereist waren wollten wir nicht gleich aufgeben. Wir stiegen einmal bis zum Wandfuß auf und schauten uns die Sache aus der Nähe an. Fast über die gesamte Wand liefen Wasserstreifen herunter und die ersten 4 Zustiegslängen zu unserer Linie waren ebenfalls mit Schnee und nasem Fels überzogen. In den Wasserrillen liefen kleine Bächer herunter. Die Linie selbst schaute als einziger Fleck an der ganzen Wand trocken aus. Spätestens hier wäre ich umgedreht. Auf die nasen Einstiegslängen hatte ich wirklich keine Lust. Aber Mark war motiviert sich die Sache anzuschauen. Die Zustiegslängen waren im nasen und kalten Fels ein bischen unangenehm und in der 4ten machte ich mir einige Gedanken wie schnell ich wohl das Seil einziehen könnte falls Mark im Schnee ausrutschen würde. Was er Gottseidank nicht gemacht hat. Die weitere Kletterei von dort weg war dann entlich trocken. Die Finger richtig warum zu bekommen war uns an diesem Tag aber leider nicht vergönnt. Nachdem ich in Erinnerung hatte das ich beim letzten Besuch schon schon ein paar Fortschritte in der Linie gemacht hatte, war dieser Besuch eher ernüchternd. Trotzdem hat es Spaß gemacht die Linie wieder mal streßfrei im Nachstieg anzuschauen und überhaupt einfach dabei zu sein.
 
 
Am Parkplatz wars schon recht frisch.
 
 
 
Auf der Hochebene vor der Wand wars dann doch recht weiß.
 
 
 
Ein gemütliches trockenes Plätzchen zu finden war schwer.
 
 
 
Alpinmaschine und Mann mit Nerven aus Stahl Mark... Hier ists zwar nicht schwer aber ausrutschen sollte man auch nicht. 1Hacken wäre links unten auf der anderen Seite des Wasserstreifens gewesen.
 
 
 
Stand der 3ten SL.
 
 
 
 
 
 
Mit Daunenjacke ist es gar nicht so kalt.
 
 
 
Mark in der 4ten SL. Wieder mit kleinen Bächen in den Wasserrillen und nach 3 Bohrhacken auf die ersten 15Meter kommt der 25Meter runout zum Stand. Den find ich im trockenen schon unangenehm aber an diesem Tag fand ichs wirklich gefährlich. Aber Markwildsau macht alles. Egal ob Schnee, ob nass ob Hacken oder keine...
 
 
 
Hier die letzten Meter des runouts von oben. Wenns nicht so schlimm ausschaut. Täuschts! Aber gottseidank gut gegangen und von hier weg gehts dann mit der Sportkletterei los. :)
 
 
 
Von hier weg hat Mark den Foto mit nach vor genommen und meinen Leidensweg dokumentiert. ;)
 
 
 
6te SL 8b. Die kleinen Leisten sind wirklich schwer zu halten. Besonders mit klammen Fingern.
 
 
 
 
 
 
Pressen!
 
 
 
Interessante 7c SL. Kurzer knackiger Aufschwung und dann eine feine plattige Querung.
 
 
 
Runter gehts dann viel schneller. :)
Vielen Dank fürs mitnehmen Mark. Ist ja schon bei guten Bedingungen ein Abenteuer.